Zum jetzigen Zeitpunkt sieht der Vorstand der GTVMT das Rudelstellungskonzept kritisch und warnt davor, die Lebensbedingungen und den Umgang mit einem Hund (z.B. auch die Entscheidung über Trainingsmethoden) pauschal von einer derartigen Einschätzung abhängig zu machen. Informationen aus dem Internet, wonach es Tauschbörsen für „nicht passende“ Hunde gibt, stimmen bedenklich. Die Verunsicherung von Besitzern, denen suggeriert wird, dass sie einen „falschen“ Hund haben, kann zu negativen bis hin zu tierschutzrelevanten Folgekonsequenzen für Hunde führen. Eine Rudelstellungs-Beratung vor dem Kauf kann dazu führen, dass Tierhaltende von Anfang an mit falschen Erwartungen an den Hund heran gehen und auch dies kann zu negativen und unter Umständen tierschutzrelevanten Folgekonsequenzen für den Hund führen.
Referenzen
1 Kubinyi E, Vas J, Heijjas K, Ronai Z, Bruder I, Turcscan B, Sasvari.Szekely M, Miklosi A (2012): Polymorphism in the tyrosine hydroxylase (TH) gene is associated with activity-impulsivity in German Shepherd dogs. PlosOne 7, 30271.
2 Riemer S, Mueller C, Viranyi Z, Huber L, Range R (2014): The predictive value of early behavioural assessments in pet dogs a longitudinal study from neonates to adults. PlosOne 9, 101237.